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Grauer Star Katarakt
Grauer Star – Eintrübung der klaren Linse

Ablauf einer Katarakt-Operation

Früher operierte man, wenn der Star „reif“ war. Heutzutage ist dies glücklicherweise anders.
Der richtige Zeitpunkt der Katarakt-OP wird von Ihnen mitbestimmt. Wenn durch die Minderung der Sehkraft die Dinge des täglichen Lebens beeinträchtigt werden, ist die OP zu empfehlen. So erklärt sich auch, dass ein aktiver Mensch, der noch Auto fährt oder Sport treibt, früher operiert wird als jemand, dessen Lebensradius sich auf die eigene Wohnung beschränkt.

Sollte bei Ihnen ein Grauer Star festgestellt werden, so ist eine Operation die einzige Möglichkeit, das Sehen zu verbessern. 
Die Operation des Grauen Stars ist die am häufigsten am Menschen durchgeführte Operation in Deutschland.

Bei der Voruntersuchung in unserer Praxis werden Ihre Augen noch einmal gründlich untersucht. Sollten wir dabei andere Erkrankungen des Auges feststellen, wird mit Ihnen eine eingehende Nutzen-Risiko-Abwägung erörtert und eine gemeinsame Entscheidung getroffen. Mittels Lasermessung wird die Stärke der künstlichen Linse berechnet, welche bei der Operation eingesetzt wird. Gemeinsam mit Ihnen treffen wir die Entscheidung, ob es zum Einsatz einer Standardlinse oder einer sogenannten Premiumlinse kommt. Sie erhalten ein ausführliches Aufklärungsgespräch und Sie haben die Möglichkeit, alle Fragen zu stellen, die Sie interessieren. An diesem Tag bekommen Sie, abgestimmt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse, den Termin für Ihre Operation. Werden beide Augen operiert, wird das zweite Auge in der Regel 14 Tage nach der Operation des ersten Auges operiert.

Die Katarakt-Operation
Wir führen die Operation des Grauen Stars nach der modernen Kleinschnitttechnik durch. Hierbei wird über einen Schnitt von weniger als 3 mm und zwei Hilfszugängen von 1 mm im „geschlossenen System“ operiert. Zunächst wird die vordere Linsenkapsel eröffnet. Mittels Ultraschall wird die getrübte Linse aufgelöst und abgesaugt. In den nun leeren Kapselsack wird eine gefaltete hochflexible Acryllinse eingeführt, welche sich im Auge entfaltet. Die künstliche Linse befindet sich hinter der Pupille und ist weder von außen sichtbar, noch wird sie von Ihnen gespürt. 
Durch die spezielle Technik des Schnittes (Tunnelschnitt) verschließt sich das Auge am Ende der OP automatisch und der Heilungsprozess beginnt sofort, ohne das später noch einmal Fäden entfernt werden müssten.

Am Tag der Katarakt-Operation
Die Operation wird im ambulanten Operationscenter C.A.T. am Augustakrankenhaus in Düsseldorf-Rath durchgeführt. Zu diesem Termin ist eine Begleitperson wünschenswert, aber nicht notwendig. Sie sollten entweder mit dem Auto gebracht werden oder ein Taxi nehmen. Sie sollten vor der OP vier Stunden nicht gegessen oder getrunken haben. Ihre Medikamente können Sie mit einem Schluck Wasser einnehmen. Ausgenommen davon sind Diabetesmedikamente und Bluverdünner. Vor, während und nach der Operation werden Sie von einer erfahrenen Anästhesistin betreut. Die OP wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Damit die Spritze am Auge für Sie absolut schmerzfrei ist, wird Sie unter einer medikamentösen Ultrakurznarkose appliziert.

Während der OP sind Sie wach. Die häufig geäußerte Furcht, „alles zu sehen“ ist dank der Betäubung aber unbegründet. Die Operation dauert ca. 15 Minuten  Anschließend haben Sie Zeit, sich bei einem Frühstück in den Ruheräumen zu erholen. Sollte es Ihnen wider Erwarten im Anschluss an die Operation unwohl sein, steht Ihnen die gesamte Einrichtung eines modernen Krankenhauses zur Verfügung.

Nach der Katarakt-Operation
Unmittelbar nach der OP wird ein Salbenverband angelegt. Dieser bleibt bis zum nächsten Morgen auf dem Auge. Am OP-Tag können ein leichtes Druck- oder Fremdkörpergefühl auftreten. Stärkere Schmerzen sind selten und meist durch die mitgegebenen Medikamente zu beheben. Am nächsten Morgen wird das Auge bei uns oder Ihrem behandelnden Augenarzt untersucht. Schon bei der Voruntersuchung haben Sie verschiedene Augentropfen verordnet und einen Tropfenplan erstellt bekommen. Am Tag nach der OP beginnen Sie gemäß dieses Planes zu tropfen.

Sie sollten in den ersten Tagen keine schweren Lasten heben. Nach den von uns durchgeführten modernen OP-Techniken ist das Verbot des Bückens oder Lesens inzwischen veraltet. Es empfiehlt sich, in den ersten Tagen die Zeit mit Fernsehen zu verbringen, da sich das Auge dabei kaum bewegt.

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